Seit Mitte der 1980er Jahre wird in Aschersleben Karate trainiert. Ein regelmäßiger Trainingsbetrieb entstand 1990 durch Schüler der Fachhochschule der Polizei. Am 23. September 1992 wurde schließlich der Ascania Karate Traditionell e.V. (AKT) von elf Gründungsmitgliedern offiziell gegründet. Der erste Anfängerkurs hatte jedoch bereits am 12. September 1992 stattgefunden.
Bis Ende 1998 trainierten wir ausschließlich in den Sporthallen der Stadt Aschersleben sowie in Hoym und Gatersleben. Seit 1999 befindet sich unser Dojo neben dem Zoo in Aschersleben, wo wir bis heute trainieren.
Von der Vereinsgründung bis zum Jahr 2004 wurde ausschließlich Shotokan Karate unterrichtet. Ab 2004 erweiterten wir unser Angebot um das okinawanische Shima Ha Shorin Ryu Karate sowie das Yamanni Chinen Ryu Kobujutsu.
Seit 2006 konzentriert sich unser Training vollständig auf Shorin Ryu Karate und Yamanni Chinen Ryu Kobujutsu.
Karate und Kobujutsu
In unserem Verein werden traditionelle okinawanische Kampfkünste unterrichtet: das Shima Ha Shorin Ryu Karate sowie das Yamanni Chinen Ryu Kobujutsu.
Karate ist eine waffenlose Kampfkunst. Im Mittelpunkt unseres Stils steht der effektive und kontrollierte Einsatz des eigenen Körpers – mit möglichst geringem Kraftaufwand und optimaler Körpermechanik.
Kobujutsu hingegen ist die Kunst des Umgangs mit traditionellen okinawanischen Waffen. Im Training vermitteln wir unter anderem den Umgang mit dem Bo (Langstock), der Sai (Dreizackgabel) und dem Tonfa (Schlagstock). Beide Kampfkünste ergänzen sich in ihren Bewegungsprinzipien und bilden zusammen ein stimmiges Trainingssystem.
Anfänger starten bei uns grundsätzlich mit dem Karatetraining. Zunächst stehen die Koordination des Körpers sowie das Erlernen der Grundtechniken im Vordergrund. Sobald die Basisbewegungen sicher beherrscht werden, wird das Training schrittweise um das Waffentraining erweitert.
Karate oder Kobujutsu
Welches System ist besser für mich?
Eine allgemeingültige Antwort darauf gibt es nicht, denn beide Systeme verfolgen unterschiedliche Schwerpunkte und ergänzen sich ideal miteinander.
Karate konzentriert sich auf die waffenlose Selbstverteidigung. Im Training lernen die Schüler, ihren Körper besser zu verstehen, Bewegungen zu koordinieren sowie Kraft, Kontrolle und Reaktionsfähigkeit zu entwickeln. Gerade für Anfänger bietet Karate einen sehr guten Einstieg in die Welt der Kampfkunst.
Kobujutsu hingegen beschäftigt sich mit traditionellen Waffen aus Okinawa, wie Bo, Sai oder Tonfa. Das Training verbessert Präzision, Konzentration und Körperkontrolle und stärkt gleichzeitig Arme, Hände und Haltung. Viele Techniken und Bewegungsprinzipien ergänzen das Karatetraining sinnvoll.
Da Waffen im heutigen Alltag kaum eine Rolle spielen, beginnen wir in unserem Dojo zunächst mit dem Karateunterricht. Sobald die Grundlagen gefestigt sind, erweitern wir das Training durch Kobujutsu. So können die Schüler beide Seiten der traditionellen Kampfkunst kennenlernen und voneinander profitieren.
